'S Magazin / Edition Nr. 9
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Zu Hause in Paris
Haben Sie auch schon immer davon geträumt, in der französischen Hauptstadt zu wohnen?
Wenn man ein Zimmer im neuen Hôtel Balzac an den Champs-Élysées bucht, fühlt man sich zuhause. Das Haus bietet unaufgeregten, wohltuenden Luxus bis ins kleinste Detail
TEXT: Jasmin Khezri
Dass man in einer Stadt wie Paris gerne in seinem Hotelzimmer bleibt, ist selten – doch die ausgesuchten Antiquitäten und hellen Stoffe im Balzac laden zum Verweilen und Arbeiten ein. Eine kuratierte Bücherauswahl, edle Schreib-Utensilien und Tee aus alten Silberkannen sind Details, die dieses Gefühl verstärken.
Das Frühstücksrestaurant hat sich schnell zu einem beliebten Treffpunkt der Pariser entwickelt
Sonnenstunden auf der Terrasse unter blau-weißem Himmel: ideal für eine kleine Pause oder eine Teestunde mit Freunden
Festen Architecture spielt im Foyer mit Kontrasten, die im Sommer wie im Winter funktionieren: hell, dunkel, schwarz, weiß, dazu warmes Holz, das auf kühle Baumwolle trifft.
Die Champs-Élysées tosen, Menschenmengen strömen vorbei. Doch nur ein paar Schritte entfernt, in der Rue Balzac, tritt man in eine andere Welt. Hier steht das Hôtel Balzac, ein Ort mit einer gewissen leisen Erhabenheit. Charlotte de Tonnac und Hugo Sauzay, das Duo hinter Festen Architecture, haben ihm eine neue Seele eingehaucht, mit Bedacht, Stil und einer fast literarischen Sensibilität.
Das Pariser Architektur- und Designstudio ist weltweit bekannt für sein Talent, historische Orte zu zeitgemäßen Räumen zu machen.
Ein Haus, das Geschichten erzählt
Der Name des Hotels erinnert an den großen Honoré de Balzac, der einst in einem Haus an dieser Stelle wohnte. Sein ursprüngliches Domizil ist dem Pariser Wandel zum Opfer gefallen, doch der Geist des Schriftstellers scheint bis heute hier zu leben. Festen Architecture hat sich für eine Zurückhaltung entschieden, die nicht kalt ist, sondern Bände spricht. Als Inspiration dienten die 1930er Jahre, eine Epoche zwischen Eleganz und Moderne, mit einem Hauch Orientalismus, einem Echo ferner Reisen.
Zwischen Understatement und Grandezza
Der Empfang ist frei von Schnörkel: ein Schachbrett-Boden, dunkle Holzvertäfelung, weiße Sofas. Jeder Raum strahlt eine präzise Komposition aus, ein Stillleben aus Formen, Linien und Licht. Die Zimmer sind in warmen Karamelltönen gehalten, mit restaurierten Vintage-Stücken, die vergangenes Leben in sich tragen.
Salons wie aus einem Roman, dazu literarische Drinks
Ein Salon unter Glas, ideal ebenso für Frühstücke wie für abendliche Gespräche in gedimmtem Licht. Einige Stufen tiefer die Bar, eine andere Welt, dunkler, intimer, fast aus der Zeit gefallen. Eine Belle-Époque-Melancholie liegt in der Luft, aber ohne Patina. Hier werden Cocktails serviert, die Balzacs Werken gewidmet sind: „Illusion Perdue“, Mezcal, Wermut, Pfeffer, Bitter.
Eine Reise nach Fernost im Spa
Und dann das Spa: inspiriert von Japan, aber nicht als Kopie, sondern als Erinnerung an die Orientreisen des 19. Jahrhunderts. Dunkles Holz, Paravents, gedämpftes Licht. Die Anwendungen? Kobido, Shiatsu, Take – alte Rituale, angepasst an moderne Bedürfnisse.
Ein Luxus, der Geschichte erzählt
Was Festen geschaffen hat, ist keine Rekonstruktion, sondern eine Neuinterpretation. Keine Nostalgie, sondern eine Weiterführung der Pariser Hoteltradition. Wer hierher kommt, betritt nicht einfach nur ein Hotel – er betritt eine Welt, die erzählt, die sich entfaltet, und in der man sich gleich zuhause fühlt.
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Licht spielt eine große Rolle: Es wirkt beruhigend, wenn man die überfüllten Champs-Élysées hinter sich lässt und das dunkel getäfelte Foyer betritt
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FOTOS: Matthieu Salvaing; Jasmin Khezri/irmasworld